Mit der Söldener Feuerwehr bis nach Baku
Abenteuer-Charity in der Zwischensaison
Unser Matthias Claudius nutzt die Zwischensaison für eine gute Tat und begab sich am 28.4.2012 auf eine abenteuerliche Reise. Gemeinsam mit seinem Freund Manuel Ribis und vier weiteren Personen stellt er ein Team bei der Allgäu Orient Rallye von Oberstaufen bis nach Jordanien. Im Vordergrund der Reise steht der gemeinnützige Gedanke. So werden je zwei Personen mit einem Fahrzeug, das älter als 20 Jahre ist, unterwegs sein und dieses an die UNO zur weiteren Verwendung übergeben. Insgesamt nehmen an der Rallye 600 Personen teil, somit werden 300 Autos gestiftet.
Gestartet wurde in Oberstaufen und mit einer täglichen Fahrdistanz von ca. 600 km sollte das Team um den 2.5.2012 in Istanbul ankommen. Dort gibt es dann endlich einen freien Tag, bevor am 4.5. auf der Formel-1-Strecke eine Sonderprüfung fällig ist. Danach geht es weiter nach Baku, wo das Feuerwehrauto bereits sehnlichst erwartet wird.
Die Feuerwehr von Sölden
Das alte Feuerwehrfahrzeug von Sölden, von Matthias‘ Team liebevoll „Flocki“ getauft, ist bereits über 40 Jahre alt und soll an die Feuerwehr in Baku übergeben werden. In Sölden wird es nicht mehr eingesetzt, in Baku kann es weitere 10-15 Jahre seinen Dienst tun. „Was für uns selbstverständlich ist, ist für Menschen in anderen Ländern nur schwer bis gar nicht erreichbar. Daher war unserem Team sehr schnell klar, dass der Charity-Gedanke oberste Priorität hat und wir auch am Weg nach Baku etwas für Land und Leute tun wollen. So bringen wir z. B. in einem Kinderheim in Albanien einen Sack voll Bälle vorbei“, erzählt Matthias.
Land und Leute stehen im Mittelpunkt
Die gesamte Strecke wird abseits der Autobahn zurückgelegt, sodass die Teilnehmer Gelegenheit haben, Land und Leute kennen zu lernen.
„Bei einem 40 jährigen Auto, das 25 l Diesel auf 100 km braucht, kommt auf der Strecke einiges an Spritkosten auf uns zu. Um die Reise durchführen und unseren Charity-Gedanken so weit wie möglich ausbauen zu können, haben wir uns Partner an Bord geholt, die unsere Aktion unterstützen. Dank zahlreicher Sponsoren ist es uns nun möglich, nicht nur das Feuerwehrauto und die Bälle zu übergeben, sondern auch zahlreiche Geräte für die Holzbearbeitung mitzubringen, wie etwa Kettensägen, Bohrmaschinen und Bandschleifer“, so Matthias.
„Am Anfang der Rallye erhält jedes Team ein Road-Book mit Aufgaben, die während der Fahrt zu erfüllen sind. Darauf sind wir schon besonders gespannt, denn niemand hat einen Schimmer davon, was da auf uns zukommt. Wir haben nur eine Liste erhalten, die uns verrät, was wir alles für die Umsetzung mitnehmen müssen“, erklärt Matthias.
Von Baku geht es dann mit dem Flugzeug nach Jordanien, wo die Teilnehmer der Rallye offizielle Gäste des Königshauses sind und in einem Wüstencamp ihre Siegerehrung feiern.
Auch wir unterstützen Matthias bei seinem wohltätigen Abenteuer und freuen uns, wenn er dann, um viele Eindrücke reicher, wieder zu uns nach Obergurgl zurückkehrt.
Gute Fahrt!
