Milrams „Stallburschen“ bringen sich im Ötztal im Hotel Edelweiss & Gurgl, Obergurgl – in Tourform
Im Ötztal, wo sich schon hunderte Radfahrer auf den Ötztaler Radmarathon vorbereiten, der am Sonntag den 29.August startet, fallen sie richtig auf, die Männer in den hellblau-weißen Radtrikots, die Profis des Protour Teams Milram. Sie sind im Ötztal in aller Munde. Schon öfters sind einzelne Profis des Team Milram in diesem Frühjahr in der Region zu gesichtet worden. Gerald Ciolek hat das Tal für sich privat entdeckt und absolvierte bereits im Mai einige Trainingseinheiten im Ötztal. Nach einem intensiven Trainingstag sagt Thomas Rohregger: „Das Ötztal bietet alles was ein Radler Herz begehrt. Flache Teilstücke, elendig lange Anstiege und dazu die ideale Höhenlage, sind das richtige Terrain für Trainingsaufenthalte.“ Christian Knees erfreut sich an der Gegend und an den unbeschreiblichen Gegensätzen. „Die hohen Berge, die nahen Gletscher und die frühlingshaft bunten Bergwiesen empfinde ich als eine Welt die mir fast verloren schien, wie eine Postkarte von damals, als ich als Junge in den Bergen urlaubte.“ Naturgemäß wohnt man im Hotel Edelweiß&Gurgl, das macht die harten Trainingseinheiten im Ötztal erträglicher. Die Bergstraßen im Ötztal sind allemal so schwierig wie die härtesten Tour Etappen und daher ist man gar nicht so erpicht darauf die Alpen- und Pyrenäengiganten wie Tourmalet und Mount Ventoux kennen zu lernen.
„Die kommen noch früh genug,“ sagt ein gutgelaunter Markus Fothen, der immerhin das weiße Trikot als Zeichen des besten Nachwuchsfahrers bei der Tour de France eroberte. „Es muss nicht immer ein Vorteil sein, die Schwierigkeiten jeder Etappe zu kennen, denn das kann auch zuviel Respekt einflößen,“ meint der Niederländer Gert-Jan Theunisse , auch der „weiße Engel“ genannt. Immerhin ist Theunisse Gewinner des Tour Bergtrikots 1989 und jetziger Berater des Teams Milram in Obergurgl. Das Team wird noch bis Freitag, den 25.Juni im Ötztal verweilen, um in der frischen Höhenluft die begehrten roten Blutkörperchen zu vermehren.
Ernst Lorenzi


