Hayek Colloquium 2011
Ordnungsphilosophische Gespräche zur Zeit
Dr. Edmund Stoiber, über viele Jahre bayerischer Ministerpräsident, Vorsitzender der CSU und ehemaliger deutscher Kanzlerkandidat, ist politischer Ehrengast beim „Hayek Colloquium 2011“, das zwischen 8. und 11. September 2011 im Ötztaler Bergdorf Obergurgl seine Premiere feiern wird.
„Die Zukunft Europas – Wege aus der Euro-Krise“ titelt das brand-aktuelle Thema seines Eröffnungsreferates.
Unter den namhaften Colloquiumsteilnehmern und Impulsreferenten finden sich: Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke (Universität Rostock). Robert Nef (Präsident des Liberalen Instituts Zürich), Prof. Dr. Roland Vaubel (Universität Mannheim), Prof. Dr. Karl Socher (Universität Innsbruck) oder der ehemalige bayerische Staatsminister Peter M. Schmidhuber.
Diskutiert werden Themen wie etwa „Die Irrtümer des Konstruktivismus“, „Die Existenzkrise des Wohlfahrtsstaates“, „Das konstruktivistische Europakonzept in der Sackgasse“ oder „Wege aus der Knechtschaft“.
zum gesamten Artikel …
Hayek Colloquiumsteilnehmer 2011
Gesprächsleitung: Dr. Gerhard Schwarz
1951, Studien der Volks- und Betriebswirtschaftslehre in St. Gallen, Great Barrington (Mass.) und Cambridge (Mass.). Ab 1981 Mitglied der Wirtschaftsredaktion der Neuen Zürcher Zeitung ab 1994 deren Leiter. Seit 2010 Direktor des Think Tank Avenir Suisse in Zürich. Lehrbeauftragter an der Universität Zürich. Vorsitzender der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft (Freiburg i. Br.). Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. zum gesamten Artikel …
Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek
Regelmäßig verbrachte Österreichs bedeutender Ökonom, Sozialphilosoph und späterer Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek seine Sommerfrische in Obergurgl/Ötztal, wo er auch Teile seiner weltweit beachteten Wirtschaftstheorien formulierte. In Kooperation mit der Hayek-Stiftung in Berlin findet in Obergurgl heuer erstmals ein prominent besetztes Hayek-Colloquium unter dem Titel „Ordnungsphilosophische Gespräche zur Zeit“ statt, im Rahmen dessen Wirtschaftsexperten die Thesen Hayeks aber auch die Krise der Finanz- und Weltwirtschaft beleuchten.
Hayek war einer der bedeutendsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, erhielt 1974 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft – sein Denken beeinflusste zahlreiche Regierungen. Diktaturen, so war er überzeugt, sind kein Betriebsunfall der Geschichte. Sie sind unvermeidliche Konsequenz geplanter Wirtschaft. Beeinflusst von Karl Poppers Konzept der „offenen Gesellschaft“ formulierte Hayek eine Philosophie der Freiheit. Den freien Wettbewerb zu reglementieren sei nicht sinnvoll.
Hayeks Konjunkturtheorie zufolge war die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren nicht Folge von geringer Nachfrage, sondern von Fehlinvestitionen der Unternehmen und Banken, die wiederum Folge verfehlter staatlicher Geld- und Wirtschaftspolitik gewesen seien. Staatliche Interventionen auf dem freien Markt, wie Keynes sie forderte, seien also nicht die Lösung, sondern die Ursache der Wirtschaftskrise. Die Inflationspolitik vor 1929 habe den Zusammenbruch erst heraufbeschworen.
Politischen Einfluss erlangte Hayek nach der Verleihung des Nobelpreises. Die britische Premierministerin Margaret Thatcher machte etwa nie einen Hehl daraus, wie viel ihre Wirtschaftspolitik Hayeks Oeuvre verdankte.
