Geschichte
Pionier hoch vier in Obergurgl
Eine Kirche und eine Handvoll Höfe rundherum - das war Obergurgl im Jahre 1884. Die Entwicklung zum heutigen Wohlfühl-Ferienort ist eng mit dem "Edelweiss & Gurgl" verbunden - und dem Namen Scheiber.
Erbaut wurde das Hotel 1889 von Urgroßvater Martin Scheiber. Zunächst war es noch ein bescheidenes Gasthaus, aber immerhin mit "guten Betten und frischer Wäsche". Martin Scheiber, von Beruf Bergführer, galt im Tal als "Revoluzzer", der unausführbar scheinende Projekte verwirklichte. So hatte er zuvor in über 3000 Meter Höhe das Ramolhaus errichtet, den ersten hochalpinen Stützpunkt im Tal.
Und 1908 baut er in Vent ein weiteres Hotel - nachdem er trotz Lawinengefahr das Baumaterial herangeschafft hatte, auf Schlitten und mit Mulis!


1929 übernahm Martins Sohn Angelus Scheiber mit seiner Frau Anna das "Edelweiss". Auch er war ein echter Pionier. Er baute Seilbahnen und die Timmelsjochstrasse, gründete die Ötztaler Verkehrsgesellschaft, und dem Hotel fügte er ein "Nebenan-Hotel" hinzu, das "Gurgl". Daher hieß das Hotel ab 1979 offiziell: "Edelweiss-Gurgl".
Weitere und immer neue Entwicklungen erfuhr das Doppelhotel dann unter Erich Scheiber und seiner Frau Brunhilde. Sie bauten aus, bauten um, stockten auf und errichteten ein erstes Hallenbad.
Heutige Gastgeber des "E&G" sind Tanja und Lukas Scheiber. Ihre Pionierleistung besteht darin zu erhalten, was von Vater, Großvater und Urgroßvater geschaffen wurde, indem sie behutsam und doch mit großem Mut das Hotel sich entwickeln und wachsen lassen - angepasst an die Bedürfnisse der Gäste und Mitarbeiter.


16.8.2008 - 13.11.2008
